Das Ende der Geschichte

Offizielle Webpage https://www.kingdomcomerpg.com/de

Das Ende des Spiels ist nicht die Vertreibung des bösen Banditenvogts, sondern der Epilog. Kingdom Come belohnt die Spieler, indem sie noch einen draufsetzen. Das Spiel endet mit einer letzten Geschichtsstunde und einem glorreichen Abschluss.

Es ist der 12. Teil der Kingdom Come: Deliverance Serie.

(Vorsicht Spoiler!)

 

Der erste Artikel von mir deutete das an, was erst am Ende des Spiels erklärt wurde. Damals dachte ich: „Die können das unmöglich vergessen haben!“. Haben sie nicht. Die Geschichte von König Wenzel und seinem Bruder Sigismund wird ausführlich aufgeklärt. Aber nicht von Heinrich, Radzig oder Hanusch – sondern von Markgraf Jobst von Mähren.

Die Geschichte von Sigismund und Wenzel

Der Epilog von Kingdom Come: Deliverance erklärt die ganzen Angriffe auf Böhmen. Wenzel holte Sigismund nach Böhmen, damit er ihm helfe seine Macht zu stärken und Sigismund hatte im Sinn die Macht an sich zu reisen. Das Interessante ist, dass Heinrich, Radzig und Hanusch die ganze Zeit nicht Bescheid wussten. Ich dachte mir während des Spiels: „Hey die kennen doch die politische Situation.“ Der große Plottwist für mich war, dass sie die politische Situation gar nicht kannten.

Es überraschte mich sehr. Ich konnte mir die Fragen von Heinrich beantworten, vergas aber bis zum Ende, das Heinrich das nicht wusste. Aber klar, es war logisch: Niemand wusste warum Sigismund über Böhmen wütete, woher die Kumanen kamen und ob überhaupt das Reich sicher war. Klar war jedoch: König Wenzel muss gerettet werden.

Warhorse sagte es die ganze Zeit

Warhorse Games verriet recht früh, dass Kingdom Come vor den Hussitenkriegen spielt. Ich stellte mir häufig die Frage, ob ich das überhaupt merken werde. Irgendwann erzählte mir der Pfarrer Godwin in Uschitze von einem Jan Hus, der in Prag predigte und große Popularität erlangte. Dabei dachte ich mir, dass irgendwann Jan Hus auftreten wird. Aber tat er nicht. Aber er war mitunter der Auslöser für die Hussitenkriege.

Aber das eigentlich alle Charaktere um Heinrich herum die Hussitenkriege planten und anfachten, war mir nicht unbedingt bewusst. Langsam aber sicher kochte es in ganz Böhmen. Spätestens als die Kumanen über Skalitz hereinfielen und vor Talmberg standen, sollte eigentlich klar gewesen sein: Wir wollen diesen Sigismund nicht.

Letzte Reise

Der letzte Weg führte mit Hans Capon in Richtung des potenziellen Verbündeten Otto von Bergow. Das Spiel endet unerwartet abrupt, denn eigentlich steht ja noch die Reise an. Das Schlimme ist: Es triggert mich so sehr, dass ich einen zweiten Teil oder ein DLC von Kingdom Come sehen möchte.

Viele kritisieren das Ende von Kingdom Come. Ich muss zugeben, Warhorse Games hat hier vieles richtig gemacht. Ich wurde durch die Verabschiedung des Ziehvaters von Heinrich, als er von ihm und seiner Mutter träumte, auch vom Spiel verabschiedet. Es ging aber noch weiter und das letzte Bild ist der Ritt nach Trosky mit Heinrichs neuen Freund Hans Capon. Das Spiel verabschiedete sich von mir. Zugegeben, am Ende ging mir ein Schauer über den Rücken. Natürlich hätte ich mich gefreut Skalitz aufzubauen, Otto von Bergow zu besuchen und Sigismund in den Hintern zu treten. Aber ich will Warhorse Games auch die Chance lassen dazu zu lernen. Deshalb bin ich mit dem Spiel vollkommen zufrieden.

Alexander


Unterstützen Sie Theophil-Nerds auf Patreon!