Ende eines wundervollen Spiels

Offizielle Webpage https://www.kingdomcomerpg.com/de

Am Ende des Spiels bin ich froh Kingdom Come: Deliverance gespielt zu haben und kann beipflichten: Es war eines der besten Spiele, die ich je gespielt habe. Ich bin bis heute noch ein glühender Anhänger von Piranha Bytes spielen und ab heute ein Anhänger von Warhorse Games.

Es ist der 11. Teil der Kingdom Come: Deliverance Serie.

(Vorsicht Spoiler!)

 

An Tiefgang ist das Spiel nicht zu überbieten. Egal welche Geschehnisse in der Welt von Kingdom Come aufgetreten sind, jedes Mal fühlte ich mich in die Spielwelt vollkommen hineingezogen. Ob Kloster, Blumenpflücken, Arzt oder Soldat: Alles hatte mir vermittelt: „Du bist im Mittelalter“.

Reale Spielwelt

Ich habe in meinem aller ersten Artikel erwähnt, dass ich Theologe und Historiker bin. Deswegen faszinierte mich das Spiel über allen Maßen. Warhorse Games prahlte damit, eine realistische Welt erschaffen zu haben, in der alle Menschen einen festen Tagesablauf haben. Außerdem haben sie mit einer Historikerin zusammengearbeitet, welche versucht hat, die Welt besonders realistisch darzustellen. Das ist ihnen gemeinsam auch gelungen. Die Informationen, die ich über das Spiel erfahren habe, erinnerte mich an ein Geschichts-Seminar, in dem ich alles Mögliche über diese Zeit gelernt habe. Sei es Politik, Gesellschaft, Berufe oder was auch immer.

Genau das fehlt mir in diversen Spielen immer wieder. Statt mit Vorurteilen zu arbeiten, hatte man sich hier auf die Geschichtswissenschaft gestützt. Auch theologisch und kirchengeschichtlich kann ich aus meiner Position sagen, dass sauber gearbeitet. Natürlich fehlte ein theologischer Tiefgang, den ich mir beispielsweise im Kloster erhofft habe, aber da bin ich wahrscheinlich auch eher ein Sonderfall.

An manchen Stellen fehlt etwas

Das Spiel wurde mir an einige Stellen zu langweilig. Beispielsweise wusste ich ganz genau, an welchen Orten Ereignisse stattfinden. Häufig waren es auch die Gleichen. Am Anfang fand ich den schüchternen Ritter, die Bettlerin oder den Barfüßigen noch amüsant. Mit der Zeit jedoch interessierten mich die Dialoge nicht mehr. Anstatt die Orte random herauszupicken, war es immer die gleiche Stelle, an dem die Events stattfanden. Auch die Überfälle waren einfach auszukalkulieren. Man wusste genau, welches Event das war und wer vorbeikam.

Nur Nebenquests, Aktivitäten oder Hauptquests lieferten mir die Abwechslung. Ansonsten war alles relativ gleichgeblieben. Zumindest kam es mir so vor. Trotzdem machte es mir Spaß immer wieder auf die Überfälle einzugehen, auch wenn sie an manchen Orten gar nicht triggerten. In der freien Welt wurde ich auch immer an gewohnter Stelle überfallen, nie random.

Ein Fazit

Warhorse Games sollte weiterhin an Kingdom Come: Deliverance arbeiten. Das Spiel hat weitaus mehr Potenzial, als überhaupt ausgeschöpft wurde. Das finde ich schade. Jedoch machte mir die realistische Welt Spaß und ich wollte einfach nicht weg vom Rechner. Ich konnte mich in die Welt tief hineinversetzen und mein Leben als Heinrich von Skalitz fristen. Das bringt einen riesigen Vorteil trotz zahlreicher Bugs.

Vielleicht habe ich die Welt von Kingdom Come: Deliverance nicht vollständig durchsucht. Zwar habe ich mir viel Zeit gelassen, habe aber erst in den letzten Etappen einige Mechaniken zu schätzen gewürdigt. Von daher werde ich das Spiel, mit bisschen Abstand, damit die Patches auch rauskommen, ein zweites Mal spielen. Es ist das aller erste Spiel, wo ich alle Achievements erreichen will. Das werde ich auch machen!

Alexander


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