Mehr als nur ein Spiel

Offizielle Webpage https://www.kingdomcomerpg.com/de

Kingdom Come: Deliverance zeigt das Potenzial von Computerspielen. Mehr als nur ein schickes Gameplay, indem einfach nur Gegner getötet oder Autos gefahren werden, versucht Kingdom Come eine umfangreiche Mittelalter Simulation zu sein. Die Cutszenes zeigen, dass Computerspiele neben ihrer tollen Umsetzung, auch die Möglichkeit von erstklassiger Unterhaltung bieten können.

Es ist der 10. Teil der Kingdom Come: Deliverance Serie.

Hideo Kojima hat es mit Metal Gear Solid bereits vorgemacht: Computerspiele mit filmreifen Cutszenes füttern, um den Spieler zu unterhalten. Ich erinnere mich noch an Metal Gear Solid 4: Guns of Patriots, wo unglaublich viele und lange Cutszenes das Spiel bereicherten. Auch Fifa 17 und 18 hat mit dem Story-Mode eine Geschichte über Alex Hunter zu erzählen. Kingdom Come: Deliverance reiht sich in die lange Liste mit ein und das mit namhaften Darstellern.

Zuerst: Die Schauspieler

Die Liste von namhaften Schauspielern ist in Kingdom Come: Deliverance länger. Brian Blessed, der Meister Konrad Kyeser spielt, hatte zuvor schon in Star Wars Episode 1 den Gungan Boss Nass dargestellt. Auch Henry wird von einem bedeutenden Schauspieler gespielt: Tom McKay. Schon in Filmen wie Transporter oder Kill Command wirkte dieser Schauspieler mit. Der Vater von Henry wird von Matthew Wolf gespielt, er lieh sogar Thor in den Marvelfilmen seine Stimme.

Es gibt noch andere wichtige Schauspieler, die an Kingdom Come mitgewirkt haben. Das Motion Capturing ermöglicht Spielen riesige Möglichkeiten, ein Spiel weiter auszugestalten. Klar kostet es Unmengen an Geld, ein Spiel so zu inszenieren. Gleichzeitig beweist ein Spiel wie Kingdom Come, dass der Aufwand und das Interesse für Computerspiele wachsen.

Synchronsprecher

Als ich das erste Mal Hauptmann Bernard sprechen hörte, dachte ich mir: „Was macht Qui-Gon Jin hier?“ Der Synchronsprecher von Liam Neeson, Bernd Rumpf, wirkte auch in Kingdom Come: Deliverance. Auch die ganzen Schauspieler sprachen eigens ihre Rollen ein.

Bekannte Stimmen schenken dem Spiel neben einem Heimatgefühl, auch eine besondere Atmosphäre. Es ist besser eine trainierte Stimme von einem professionellen Sprecher zu hören, als eine untrainierte und unschöne Stimme. Das ist etwas, was viele Spielemacher vergessen: Gute Synchronsprecher sorgen für ein Heimatgefühl in den Nachfolgern. Bis heute klingt mir noch die Stimme des unbekannten Helden von Gothic in den Ohren und ist unvergleichlich. Wenn ich Gothic spiele fühle ich mich zu Hause in einer gewohnten Umgebung.

Spiele sind mehr als nur Spiele

Aufgrund der vielen Synchronsprecher oder Schauspieler ist eines klar: Computerspiele sind Kunst. Sie müssen auch als Solche gewürdigt werden. Die Unsummen an Geld, die in Spiele investiert werden, zeugen davon wie umfangreich Games produziert werden. Selbst große Filmstudios wie Warner Brothers hat schon in Mordor: Schatten des Krieges gezeigt, dass sie auch Computerspiele produzieren können.

Kingdom Come: Deliverance macht das nach. Auch wenn es noch immer ein Erstlingswerk ist, Warhorse Games hat das Geld richtig investiert. Eine lebendige Story mit Filmsequenzen zu erzählen und damit die Geschichte von Heinrich mehr Tiefgang zu verschaffen, ist der richtige Schritt. Nicht nur die Sequenzen sind entscheidend für die Story, sondern auch die kleinen Dialoge. Schade nur, dass viele davon verbuggt sind. Damit die Story besser rüberkommt und die Spieler mehr Spaß haben, sollten Cutszenes, wie einfach Dialoge, ausgebessert werden.

Alexander


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