Kingdom Come – der Kampf gegen die Bugs

Offizielle Webpage https://www.kingdomcomerpg.com/de

Nach ein paar weiteren Stunden Kingdom Come: Deliverance habe ich verstanden, was die Leute mit den ganzen Bugs meinten. Einige Quests konnte ich nicht machen und ich musste neu starten. NPC’s denen ich folgen soll, buggen in der Gegend rum. Ein unfertiges Spiel also?

Es ist der 7. Teil der Kingdom Come: Deliverance Serie.

Als ich meinen letzten Artikel schrieb, dachte ich mir: „Keine Bugs – gutes Spiel“. Jetzt merke ich aber nach ein paar Stunden Spielzeit und offener Spielwelt einige dieser Bugs und muss zugeben – manchmal stört es massiv. Besonders wenn eine Quest nicht funktioniert und ich dann neu laden muss. Manchmal muss ich sogar eine Stunde Spielzeit nachholen.

Die Idee mit den Saves

Diese ganze Speicheridee mit „Man muss lernen das man auch verlieren kann“ verstehe ich voll und ganz. Ich stehe dahinter und sage – ja, manchmal muss man nicht neu laden. Man sollte seine Entscheidungen akzeptieren und bei einem zweiten Durchlauf besser machen.

Aber ganz ehrlich, wenn ich nicht speichern kann und einen Gamebreaker Bug ertragen muss, ist das sehr nervig. Wie gesagt, ich stehe hinter der Speicherpolitik von Warhorse Games. Aber dann sollte man ein besonderes Auge darauf haben, dass die Quests zumindest funktionieren. Ich spreche nicht von irgendwelchen Nebenquests, sondern den Hauptquests. Manchmal habe ich mir die Frage gestellt, nachdem ein Bug mehrfach aufgetreten ist, ob die Entwickler das Spiel überhaupt getestet haben. Sonst stellt sich schnell eine riesige Frustration ein.

Bugs – aber wo?

Wenn Questbugs nur das Einzige wären. Manchmal falle ich ohne Grund vom Pferd, stürze dann am besten noch ganze 5 Minuten einen Berg hinab und komme dann in einem Banditenlager an. Die Gegner Knüppeln also freudig auf mich ein und ich liege noch am Boden. Nichts für ungut, manchmal renne ich auch mal volle Kanone gegen einen Dachsims und falle nicht vom Pferd. Da müsste man die Kollisionsabfrage etwas ausfeilen. Besonders wenn ich dann wieder sterbe, und meinen 2 Stunden Spielstand wegen einem Bug neu laden darf.

Bei Quests mit befreundeten NPC’s lief, war ich heilfroh, wenn diese vorbei war. Diese Koop-Missionen, könnten so gut sein, aber wenn dann mein Begleiter auf dem Pferd komplett bugt und sich nicht fortbewegt, meine Güte! Ich war so froh, wenn ich mal ohne NPC’s durch die Welt ritt.

Jetzt noch mal zu den Kämpfen: Ich bin vielleicht nicht der beste Schwertschwinger in Kingdom Come: Deliverance. Aber wenn ich mich in einem Kampf befinde und meine Gegner weder wechseln, noch anständig anvisieren kann, wird mir ganz anders. Ich weiß, der Kampf gegen 3 Personen ist total schwer. Aber wenn ich nicht mal mehr blocken kann, schade.

Bugs sind keine Schande

Die Bugs in der Spielmechanik sind keine Probleme. Das passiert jedem Entwicklerstudio. Was aber nicht geht, sind Gamebreaking Bugs. Da hätte man sich mehr Mühe geben können. Andere Bugs hätte man ohne Probleme im Nachhinein beheben können. Aber was wäre ein Spiel ohne Bugs? Letztendlich ist es auch eine Chance für die Entwickler zu zeigen, wie viel Ihnen das Spiel wert ist. Vielleicht hätte eine geschlossene Beta geholfen, die größten Probleme im Vorfeld zu beheben.

Die Entwickler von Warhorse Games haben veröffentlicht, dass sie gerne mehr Zeit für die Produktion gehabt hätten. Ich weiß nicht inwiefern die Publisher Druck gemacht haben. Aber da das Spiel so umfangreich und es ein Erstlingswerk ist, ziehe ich meinen Hut vor Warhorse Games. Ich freue mich auf zahlreiche Patches, die das Spiel aufpolieren werden. Und vielleicht können Entwickler und Modder zusammenarbeiten. Das Spiel hat noch viel mehr Potenzial und das sollte ausgeschöpft werden.

Alexander


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