Die Kumanen – ein ausgestorbenes Volk

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Die Kumanen in Kingdom Come: Deliverance steigen als unbekannte Tartaren in das Spiel ein. Keiner weiß woher sie kommen und warum sie Sigismund helfen. Jedoch hat das Volk der Kiptschak, die in Kingdom Come Kumanen genannt werden, eine lange Geschichte.

Es ist der 4. Teil der Kingdom Come: Deliverance Serie.

(vorsicht Spoiler!)

 

Jeder der die Kumanen in Kingdom Come einmal sprechen gehört hat, sagte: „Das ist Ungarisch!“ Das stimmt auch. Doch sind die Kumanen kein ungarisches Volk sondern stammen von weiter her.

Geschichte der Kumanen

Das türkischsprachige Volk der Kiptschak stammt aus Asien. Am Fluss Irtysch ist jedenfalls der Klan der Kimak archäologisch nachgewiesen worden. Dieses Volk hat in jedem Land, dass sie durchstreiften, einen anderen Namen: Ob Kiptschak in arabischsprachigen Ländern, Polowezer bei den Ostslawen oder Kumanen bei den Byzantinern. Die Sprache, die sie sprechen, ist einer der ersten sogenannten kiptschakischen Sprachen gewesen. Sie sind eine türkischstämmige Sprache, die jedoch ausgestorben ist.

Im 7. Jahrhundert wurden die Kiptschaken aus ihrem Heimatgebiet vertrieben. Sie reisten gen Westen und überfielen auf ihrem Weg zahlreiche Dörfer im heutigen Russland und der Ukraine. Kurzzeitig überrannten die Kumanen sogar Kiew. Nach der endgültigen Niederlage im 13. Jahrhunderts verteilten sich die Kiptschaken über ganz Asien und Osteuropa. Sie dienten fortan in Ungarn als Söldner. Die meisten waren Heiden, ein kleiner Teil Muslime. Das führte zum Spannungsfeld mit den westlichen Ländern, weswegen sie Ungarn für eine Zeit verließen und in Bulgarien siedelten.

Die Zeit von Kingdom Come

Der Tartarensturm ließ die Kumanen in Ungarn siedeln. Erst mit dem ungarischen König Ladislaus IV. der Kumane 1272 – 1290 räumte den Kiptschak Rechte ein. Ungefähr zur Zeit König Sigismunds von Ungarn, hatten die Kumanen eine besondere Funktion: Sie wurden massenweiße als Söldner rekrutiert. Sie waren günstig und unbekannt.

Die Kumanen waren vorteilhaft: Ein Reitervolk, welches durch ihre Maskierung bedrohlich aussieht. Die Unwissenden kannten diese neuen Soldaten nicht. Das wird in Kingdom Come: Deliverance deutlich. Das einzige was die Skalitzer wissen ist, dass Sigismund angreift und unterschiedliche Regimenter in der Armee Sigismund kämpfen.

Ausgestorben und unbekannt

Die sogenannten Kumanen sind seit dem Jahr 1876 komplett in der ungarischen Kultur aufgegangen. Zwei ihrer Gebiete Groß- und Klein-Kumanien hat Ungarn den Kumanen entzogen.  Der Großteil des Volkes ist größtenteils zur Zeit Sigismunds vom Schamanismus zum Christentum übergetreten. Sie waren komplett in Ungarn integriert und besaßen über Jahre hinweg mehrere Ratssitze und wurden in Ungarn, besonders als Adelige,  wertgeschätzt.

Leider ist ihre eigentliche Sprache ausgesprochen. Deswegen sprachen die Kumanen in Kingdom Come ungarisch, weil die alte Sprache kaum reproduzierbar ist. Bis heute ist nur eine einzige kiptschakische Sprache existent.

Alexander Radej


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