Die Kraft der Stimme

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„Fus Ro Dah“. Der berühmteste Schrei aus dem Elder Scrolls Universum, welcher Gegner durch die Luft fliegen lässt. Mit der Kraft der bloßen Stimme wird eine Unerbittliche Macht erzeugt. In Sykrim ist die Message jedoch klar: Die Stimme ist das Besondere am Dovahkiin.

The Elder Scrolls V: Skyrim erzählt die Geschichte des Dovahkiin, einem Helden, der die Drachensprache nutzen kann. Vor ihm konnten es die letzten Kaiser des Kaiserreiches. Unter ihnen: Uriel Septim VII. und Martin Septim, bereits bekannt aus dem Vorgänger Oblivion. Wer jedoch die Linie der Drachenblüter weiterverfolgt dem wird klar, dass sie immer zur Zeiten des Krieges und der politischen Instabilität auftauchten. Auch Tiber Septim, der in Skyrim als Gott Talos verehrt wird, war ein Drachenblüter.

Parallelen zur Religion?

Die Geschichte von Skyrim ist in Anbetracht der Religion spannend. Betrachtet man unterschiedliche Religionsstifter, wie Jesus oder Mohammed wird klar, dass diese immer während einer politischen Instabilität erschienen. Genau das will Skyrim vermitteln: Der Dovakhiin taucht auf, wenn es brenzlig wird. Er sorgt für die erhoffte Stabilisierung des Landes. Bei Martin Septim war es die Bedrohung durch Mehrunes Dagon, bei dem letzten Drachenblüter die Wiederbelebung der Drachen.

Auch die Stabilität im Orient war zu Zeiten Mohammeds mehr als instabil. Nicht umsonst führte er Kriege gegen heidnische Völker und eroberte Mekka. Dabei zerstörte er gleichzeitig noch die heidnischen Kulturen. Jesus Christus lehnte sich gegen die römische Besatzer und die Pharisäer auf. Er kritisierte den Umgang mit dem eigenen Volk, aber auch die Verhaltensweisen der Menschen. Der Dovakhiin macht es anders: Er zieht in die Lande und versucht die Bedrohung zu bekämpfen. Er scheut sich nicht seine Waffen zu gebrauchen.

Stimmen die Welten bewegen

Neben den Schwertern, Streitkolben und Bögen ist die Stimme des Dovahkiins die stärkste Waffe. Das Thu’um kann Gegner durch die Luft schleudern, entwaffnen oder sogar die eigene Gestalt verändern. Ein einfacher Schrei und selbst Drachen fallen vom Himmel wie schlecht gebastelte Papierflieger. Am Schrei erkannt man den Dovahkiin als Dovahkiin. Sie ist also das größte und offensichtlichste Merkmal des Drachenblüters.

Auch die Religionsstifter waren berühmt aufgrund ihrer Stimme. Sie diente ihnen, um den Glauben zu vermitteln. Was den Mensch in erster Linie zum Menschen macht ist die Begabung sich zu artikulieren. Das konnten die Religionsstifter in besonderer Weise. Beispielsweise ist Jesus durch die Gegend um Jerusalem gereist und hat an jedem erdenklichen Ort, an dem Menschen zusammenkamen, gepredigt. Er nutzte die Stimme um die Menschen zu überzeugen, und gleichzeitig war das auch sein Merkmal. Nur um seine Stimme zu hören, kamen die Menschen zusammen.

Also beim nächsten mal…

… denkt daran, auch ihr könnt ein Dovahkiin sein. Die eigene Stimme verletzt Menschen, auch wenn sie sie nicht durch die Luft schleudert. Sie entwaffnet Menschen, sie kann Menschen wütend oder Mut machen oder gar wie einen Frostblock erstarren lassen. Das ist die Macht der Stimme, auch außerhalb der Videospielwelt von The Elder Scrolls.

Die Stimme ist die gefährlichste Waffe und sollte nicht unterschätzt werden. Das zeigt besonders die Linie der Drachenblüter. Wer seine Stimme meistern kann, kann König oder wie Talos sogar als Gott verehrt werden. Man muss nur wissen wie man sie meistert und einigen, ist die Fähigkeit, wie dem Dovakhiin, in die Wiege gelegt worden.

Alexander

(Foto: wallpaperwide – f_kuanytime)

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